Der Mann, der im linken Bild so leger am Geländer lehnt, ist Klaus Keinfeld, das Foto von der Siemens Pressestelle. Entstanden als Kleinfeld im Sommer 2004 bei Siemens antrat, die defizitäre Handysparte zu sanieren.
Oder mit seinen Worten: "Es ist doch klar: Ein Geschäft, das Verlust macht, das muss doch erst mal gefixt werden – so oder so." Im Klartext: Die Handysparte so veräußern, dass Siemens nur noch eine Minderheiten-Beteiligung bleibt. Das dies nicht ohne Konsequenezen für die Mitarbeiter bleiben würde, war klar.
Zu so einem Zeitpunkt wirkt es "wenig glücklich" als Manager mit Statussymbolen zu protzen. Deshalb gibt es das rechte Bild. Auch von der Siemens Pressestelle.
Der Unterschied liegt im Detail. Und das ist die fehlende Rolex. Über 2.000 Euro teuer. Und diese will so garnicht zu Image passen, dass sich Kleinfeld so gerne gibt: Die Haburger Abendzeitung, deren Redakteuren das Verschwinden der Uhr als erstes auffiel schreiben über Kleinfeld: "Klaus Kleinfeld ist ein Chef zum Anfassen. Der 47jährige Arbeitersohn, der seit Donnerstag die Geschicke des größten deutschen Technologiekonzerns Siemens lenkt, läßt sich gerne duzen. Und in Besprechungsrunden bestellt er schon mal Pizza für alle, trinkt grünen Tee und Cola-Light.
"Er beherrscht die Sprache der einfachen Leute", sagte Siemens-Chef Heinrich von Pierer kürzlich über seinen Nachfolger." Und dazu wollte die Rolex (Modell Submariner Date) eben so garnicht passen. Und deshalb wies der Manager seine Pressestelle an, die Uhr zu entfernen.
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