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Man kann nämlich gezielt transparent werden und dadurch eigene Ideen in die Öffentlichkeit tragen, um deren Meinungsbildung zu beeinflussen. Man kann nach Überwindung des Misstrauens Vertrauen aufbauen. Die Basis dafür ist die Herstellung einer tatsächlichen Analogie zwischen öffentlichem Interesse und Wünschen des Public-Relations-Trägers.
(Georg-Volkmar Graf Zedtwitz-Arnim)


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Journalismus

Dem Ingenieur ist nix zu schwör

Der Frankfurter Peter Abel tunt Großkaliber- und Druckluftwaffen. Kein Wunder, daß der Mann nie Zeit hat.


Letzte Änderung am Dienstag, 30. Oktober 2007 um 13:34:05 Uhr.


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Birne des Monats: : Wilder Westen im Gehirn

Jaqueline Kempfer, Mitarbeiterin des Anzeigenblättchens "Blitz Tip", hatte wohl zu viele Western gesehen, als sie sich daran machte, einen Artikel für die Ausgabe des 14. März zu schreiben. Für ihre Recherche zu "Wilder Westen Bundesrepublik" wagte sich die engagierte Journalistin in "einen Laden für nicht-scharfe Waffen, der Kennern der Szene durchaus bekannt ist. Bis unter die Decke sind hier die gemeinsten Waffen gestapelt".

Dort stellte sie fest: "Gasdruck- und Schreckschußpistolen sind schon ab 18 Jahren frei verkäuflich". Das nennt man investigativen Journalismus: Schon ab 18 Jahren? Welche Altersgrenze würde Frau Kempfer denn eher zusagen? 30, 40 oder 70 Jahre?

Die Schreiberin sieht die Gefahr, daß mehr Waffen im Volk zu einem Anstieg der Kriminalität führen. In dieser Meinung unterstützt sie auch das LKA Hessen: "Es gibt Anhaltspunkte für eine solche Aufrüstung." Zu schade, daß Kempfer sich selbst wenige Zeilen später widerspricht: "Das LKA Rheinland-Pfalz kann allerdings keine zunehmende Bewaffnung feststellen. Sogar einen Rückgang um 10 Prozent bei den Verstößen gegen das Waffengesetz sind hier zu verzeichnen."

Also was denn nun? Und eine Spalte weiter heißt es wieder: "Eine Art Teufelskreis führt zu einer immer umfangreicheren Bewaffung der Bundesbürger: Die Zahl der Überfälle auf der Straße oder in den eigenen vier Wänden nimmt zu, die Leute bekommen Angst und kaufen sich zum Selbstschutz ebenfalls eine Waffe." Ach ja, bei ihren mutigen Recherchen fiel der Schreiberin auch auf: "Die Renner bei den nicht-scharfen Waffen sind ganz besonders die Modelle, die wie eine echte aussehen." Wie sollten sie auch sonst aussehen? Wie Gänseblümchen?

Wie sollten sich bei einem Verbot von 'freien Waffen' Bürger im Falle eines Angriffs wehren? Den Blitz Tip zusammenrollen und damit zuschlagen? Dazu ist das Anzeigenblatt zu mickrig.

Anzeigenblätter wie der Blitz Tip haben drei große Vorteile: Es gibt sie umsonst, manchmal findet man dort günstige Angebote, und der Fischhändler kann Forellen darin einwickeln. Nur, warum haben diese Blätter einen redaktionellen Teil? Sven Helmes

VISIER 6/1996